Wein

Sekt und Sherry

Wein ist immer mit Assoziationen verbunden - während man sich das typische Glas Wein zu einem guten Essen oder einem vertrauten Gespräch unter Freunden vorstellt, kommt bei dem Gedanken an Sekt gleich das Bild einer rauschenden Feier mit klingenden Gläsern auf. Der Sherry lässt einen an stille Momente vor einem Kaminfeuer denken. Die drei miteinander verwandten Weinprodukte haben eben einen ganz verschiedenen Charakter.

Sekt

ProseccoSekt entsteht, wenn der Wein ein zweites Mal gärt - meistens findet diese zweite Gärung bereits in der Flasche statt. Grundlage hierfür ist ein säurereicher Wein, dem nach der Abfüllung Edelhefe und Zucker zugegeben werden - die Gärung wird somit in Gang gesetzt, was in den Flaschen einen Druck von bis zu 6 bar entstehen lässt. Nach der Gärung werden die Flaschen auf den Kopf gestellt und "gerüttelt", so dass sich die Hefe über dem Kronkorken absetzt. Sie wird durch das Eintauchen der Flasche in Eiswasser gefroren und kann leicht entfernt werden - der nächste Verschluß der Flasche ist nun ein echter Sektkorken.

Den noblen Namen Champagner dürfen allerdings nur Sekte aus dem Anbaugebiet der Champagne tragen. Sie werden zudem speziell hergestellt, indem verschiedene Sorten und Jahrgänge kunstvoll miteinander verschnitten werden.

Sherry

Die Entstehung des Sherrys, der seine Heimat in Spanien hat, ist recht aufwändig. Die speziellen Trauben werden zunächst nach der Ernte in der sonne getrocknet, dann langsam zu Wein vergoren und auf einen Alkoholgehalt von 15,5 bis 18 Vol% destilliert. Dieser hochprozentige Wein kommt dann zur Lagerung in spezielle Sherryfässer aus Eichenholz, die nur zu 4/5 gefüllt werden. Durch den Kontakt mit der Luft kommt es zu einer aeroben Gärung - an der Oberfläche des Weins bildet sich eine Schicht aus Weinhefe, der so genannte Flor. Durch ihn bekommt der Sherry seinen typischen nussigen Geschmack. Der Sherry reift mindestens drei Jahre, dann wird ein Drittel der Flüssigkeit aus dem Faß entnommen und mit einem jüngeren Sherry aufgefüllt - der aus einem Faß kommt, das dafür wiederum nur zu einem Drittel geleert wurde und mit einem noch jüngeren Sherry aufgefüllt wird. Die Anzahl der auf diese Weise durchschrittenen Stufen bestimmt die Qualität des Sherrys.